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Vita

Ruth Forsbach: nach dem Abitur Studium an der Robert-Schumann-Musikhochschule ihrer Heimatstadt Düsseldorf : Staatliches Musiklehrerexamen Klavier (Prof. Albrecht Schwinger), Liedbegleitung (Christian de Bruyn) und Orgel (KMD Prof. Friedemann Gottschick und Prof. Paul Heuser). Studium der Musikwissenschaft (Prof. Dr. Dietrich Kämper), Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln.

Orgel-Studium in der Konzertklasse Prof. Gerd Zacher an der Folkwang Musikhochschule Essen-Werden: Künstlerische Abschlussprüfung Orgel, Kirchenmusiker-Examen in Düsseldorf.

Meisterkurse Orgel u.a. bei Gaston Litaize, Lionel Rogg, Guy Bovet.

Kirchenmusikalische Tätigkeit in  Düsseldorf (altlutherische Erlöserkirche) und Moers (Ev. Stadtkirche) Von 1977- 2015 war sie Kantorin der Ev.Stadtkirche Remscheid. Dort baute sie eine umfangreiche Chor- und Konzertarbeit auf: vom Kinderchor bis zu den großen Oratorien (u.a. Bachkantaten, Matthäus- und Johannespassion, Herzogenberg "Passion" und "Geburt Christi", Mendelssohn "Paulus", Brahms "Ein deutsches Requiem", A.Honegger "König David", H.Frederichs "Petrus" und "Passionserzählung der Maria Magdalena"). Die großen Aufführungen mit dem Chor der Ev. Stadtkirche fanden oft in freundschaftlicher Kooperation mit anderen Chören und Orchestern statt.

Von 1990-2013 war sie zusätzlich Kreiskantorin und Synodalbeauftragte für Kirchenmusik im Evangelischen Kirchenkreis Lennep. 1999 wurde sie von der Ev. Kirche im Rheinland zur Kirchenmusikdirektorin ernannt. Sie ist Mitglied im Prüfungsausschuss für Kirchenmusiker der Evangelischen Kirche im Rheinland und  war stellvertretende Vorsitzende der Bergischen Gesellschaft für Neue Musik (BeGNM) von 1997 bis 2012. In dieser Zeit wurden insgesamt acht "Bergische Biennalen für Neue Musik" von ihr mit organisiert und verantwortet.

In zahlreichen Konzerten (Orgel, Chor, Klavier-Kammermusik) stellt R.Forsbach fast das gesamte Spektrum geistlicher Musik vom Frühbarock bis heute dar. Schwerpunkte sind die Wiederentdeckung unbekannter Musik der Romantik (u.a. Herausgabe der Orgelwerke von Felix Woyrsch bei Dohr)- und vor allem die Pflege zeitgenössischer geistlicher Musik. So gründete Sie das „Neue Klangfest Remscheid“, das von 2012 bis 2014 dreimal unter ihrer Leitung stattfand. Dabei stand besonders die Förderung junger Komponisten aus NRW im Fokus.

Sie ist mit vielen Komponisten bekannt und befreundet, zahlreiche Werke wurden ihr gewidmet und von ihr uraufgeführt. Zusammenarbeit u.a. mit Petr Eben (1929-2007), Henning Frederichs (1936-2003), Friedemann Gottschick (*1928), Gaston Litaize (1908-1991), Jürg Baur (*1918-2011), Karl Michael Komma (*1913-2012),  Lionel Rogg (*1936), Oskar Gottlieb Blarr (*1934), J. H. Burgmann (*1936), Lutz-Werner Hesse (*1955), Werner Rizzi (*1953), Thomas Holland-Moritz  (*1948), Stefan Heucke (*1959), Thomas Blomenkamp (*1955), Norbert Laufer (*1960), Hans Peter Türk (*1940) Jörg Herchet (*1943).

Sie unternimmt Konzertreisen ins In- und  Ausland (England, Frankreich, Österreich, Polen). Vor allem aber liegen ihr Tschechien und die Slowakei am Herzen. Gleich nach der Wende 1990 wurde die  neu gegründete Kirchenmusikschule der Böhmischen Brüder in Kromĕřiž (heute Evangelische Akademie Olmütz/Mähren) mit ihrem Engangement durch die Ev. Stadtkirchengemeinde und ihren Chor finanziell  und ideell unterstützt. Dort gab sie viele Seminare und Konzerte. Ebenso häufig spielte sie in Prag (u.a. beim Orgelfestival der St. Jakobskirche, in St. Kliment, Salvatorkirche und in der Musikhochschule HAMU), beim Forfest-Festival in Kromĕřiž und bei Festivals in Kouřim und Ceska Trebova, ebenso in der slowakischen Partnerstadt Presov.

R. Forsbach hat einige CDs mit Orgel- und Chormusik eingespielt, dazu gibt es etliche Mitschnitte von Live-Konzerten. Seit 2006 war  sie auch „Glöcknerin“ des neuen Glockenspiels an der Stadtkirche mit 22 Glocken (Fa. Rincker) plus der drei großen Läuteglocken, das von der Fa. Wolter/ Düsseldorf mit einer weltweit neuen Anschlagsdynamik ausgestattet wurde.

Neu ist eine Reihe "Meisterkurse für ZuhörerInnen", zu der sie etwa zweimal im Jahr einlädt (jeweils an einem Samstagnachmittag- Anmeldung erforderlich). Das vertiefte Hören und Verstehen von Meisterwerken ist das Ziel, dem sich Hörer und Spieler  durch intensive Analyse, Erklärungen und Musikbeispiele nähern.